Fun Food Facts: Rote Bete

Die Rote Bete wurde vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt zum Gemüse des Jahres 2023/2024 bestimmt. Also gibt es wohl kaum einen besseren Zeitpunkt, um der Rübe einen eigenen Artikel zu widmen, als jetzt.

Nährstoffe

Die Rote Bete ist ein echtes heimisches Superfood, das reich an Kalium und Folsäure ist. Super ist daran vor allem, dass sie ein klassisches Wintergemüse ist, uns also auch im Winter mit reichlich frischen Vitaminen versorgt. Das vor allem dann, wenn wir sie roh essen.

Rote Bete enthält außerdem Oxalsäure und Nitrat. Oxalsäure ist vor allem für Säuglinge und Menschen, die Probleme bei der Eisenresorption haben, oder zu Nierensteinen neigen, problematisch. Für gesunde Erwachsene stellt sie kein Problem dar, sofern sie in Maßen verzehrt wird. Durch Erhitzen wird Oxalsäure unschädlich gemacht. Nitrat ist vor allem dann ein Problem, wenn es zu Nitrit umgewandelt wird, also sollte man Rote Bete nicht mehrfach erhitzen und zügig kalt stellen, wenn ein mal erhitzt.

Herkunft

Die Rote Bete stammt, genau wie Mangold und die Zuckerrübe, von der wilden Rübe ab, die aus dem Mittelmeerraum kommt. Die wilde Rübe ist übrigens ganz schön frostempfindlich und deswegen erst in den letzten Jahrzehnten auch in den Norden Europas gewandert. Die Römer brachten die Rübe nach Mitteleuropa und so richtig rot ist sie erst seit dem 19./20. Jahrhundert.

Verwendung

Rote Bete kann sowohl roh, als auch gekocht verzehrt werden. Wenn ihr sie kochen wollt, am besten am Stück und ungeschält, damit sie ihre Farbe nicht verliert. Geschnitten kann man die rote Bete auch gut backen, dann verliert sie ihre Farbe nämlich nicht. Beim Dünsten von Stücken verliert sie Farbe, aber behält mehr Nährstoffe. Und man gewinnt roten Saft, den man zum Färben nutzen kann.

Schon früher wurde die Rote Bete, oder besser der darin enthaltene Farbstoff Betanin, zum Färben benutzt. Und auch heute ist er noch sehr beliebt zum Einfärben von Lebensmitteln, beispielsweise Erdbeereis, oder Fruchtjoghurt. Dann findet ihr den Farbstoff oft unter der E162 auf der Liste der Inhaltsstoffe.

Für Selbstversorger*innen

Wer die rote Bete anbauen will, sollte entweder auf Verwandte, wie den Mangold im Garten verzichten, oder einen sehr großen (> 300 m) Garten haben. Die verkreuzen sich nämlich dank Windbestäubung sonst miteinander. Je mehr Sonne die Pflanze abbekommt, desto weniger Nitrat enthält sie.

Damit sie selbst noch Nitrat abbauen kann, bevor sie geerntet wird, kann man sie morgens mit einer Gabel anheben (dann reißen die feinen Wurzeln) und erst am Abend oder am Folgetag ernten. Und wenn düngen, dann gerne stickstoffarm (wegen des Nitrats) und dafür mit Meersalz.

Die rote Bete hält sich in einem feuchten Tuch im Kühlschrank für mehrere Wochen frisch. Noch besser hält sie sich (wenn man den Platz dazu hat) in Sand im kühlen Keller. Oder, wenn es milde Winter sind, auch auf dem Beet. Was sie im rohen Zustand gar nicht mag ist das Einfrieren, gegart ist das aber kein Problem mehr.

Ein Rezept

Die Rote Bete ist ziemlich vielseitig einsetzbar, aber hier kommt eins meiner Lieblingsrezepte mit roter Bete:  Feldsalat mit Roter Bete und Apfel. Für einen Beilagensalat zur Brotzeit für 2 Erwachsene nehmen wir: 

  • 150 g Feldsalat
  • 1 Apfel
  • 2 kleine gekochte Rote Bete
  • 1 Becher saure Sahne (150 g)
  • 2 EL Rotweinessig
  • Salz und Pfeffer nach Bedarf

Den Feldsalat verlesen und waschen, Apfel und rote Bete in kleine Würfel schneiden. Aus der sauren Sahne, dem Rotweinessig und ggf. Salz und Pfeffer ein Dressing rühren und alles vermengen. Wer Beiköstler mit am Tisch hat, kann ihnen Apfel und rote Bete mit dem Dressing (dann ohne Salz und Pfeffer) reichen und den Feldsalat nur in die Variante für die Großen mischen. Wenn die Beiköstler noch sehr klein sind, kann man die rote Bete in Streifen und den Apfel gerieben anbieten.

Quellen

Juhu, das hat geklappt!

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