Essen mit Kindern: Salatedition

Mit dem Salat scheint es ja so eine Sache zu sein…. Im Gespräch mit Eltern habe ich oft das Gefühl, dass ein Salat essendes Kind in der Königsklasse der „guten Esser“ spielt. Mal abgesehen davon, dass ich das Prinzip der „guten“ und „schlechten“ Esser mehr als fragwürdig finde, spielen aber auch einige versteckte Faktoren mit in diese Gespräche. Isst das Kind denn an anderer Stelle ausreichend Gemüse und Rohkost? Dann ist es erst mal unerheblich, ob es Salat isst. Und isst es wirklich gar keinen Salat, oder nur keine Blattsalate? Hier ein paar Tipps, für das Salat Essen mit Kindern – und vor allem gegen die negative Gedankenspirale 😉

Blattsalate sind was für fortgeschrittene Esser

Blattsalate sind tatsächlich recht tricky. Ohne Backenzähne kann man sie quasi gar nicht essen und selbst wenn diese da sind, kleben die Salatstückchen gerne mal am Gaumen. Das kann den Spaß am Blattsalat schnell verderben. Also am Besten erst dann einführen, wenn die ersten Backenzähne da sind und das Kauen und Essen schon gut erprobt sind.

In welcher Form sind die Zutaten zubereitet?

Manchmal liegt es nicht an den Zutaten an und für sich, sondern es ist die Form, die nicht gemocht wird. Ein paar Beispiele können sein:

  • Möhrchen gerieben statt gestiftet oder in Scheiben .
  • Lieber halbierte Cherrytomaten, statt gewürfelten Strauchtomaten.
  • Gurken in Stücken, statt in Scheiben, oder ebenfalls gerieben.
  • Paprika gegart statt roh.

Auch mal spannende, unterschiedliche Texturen können dazu anregen, einen Salat zu probieren. Also mal knusprige Croutons oder ein paar Kerne mit dazu geben – sofern das Kind das schon sicher essen kann.

Ist was dabei, was das Kind sicher mag?

Man muss keinen Salat ausschließlich aus Lieblingszutaten machen. Aber es hilft, wenn mindestens eine Sache dabei ist, die das Kind mag. So steigen die Chancen, dass auch andere Komponenten probiert werden. Und sind wir mal ehrlich: wir würden auch von keinem Erwachsenen verlangen, einen Salat zu essen, der nur aus Dingen besteht, die nicht gemocht werden.

Andere Salatideen

Oft denkt man bei „Salat“ an den klassischen, gemischten Salat. Aber es gibt noch so viele andere Salatvariationen. Habt ihr zum Beispiel mal

  • Tomatensalat,
  • Gurkensalat,
  • Tomate-Mozzarella-Salat,
  • griechischen Salat,
  • Möhrchensalat,
  • Nudelsalat,
  • Kartoffelsalat,
  • Rohkostsalat, oder
  • Rote-Bete-Apfel-Salat,

mitgedacht? Und wenn man ein bisschen drüber nachdenkt, fällt einem bestimmt noch mehr ein, was auch gut in eure gewohnte Küche passt.

Den Salat selbst zusammen stellen lassen

Oft hilft es, wenn nicht bereits alle Zutaten schon vermischt sind. Das gilt übrigens für alle Mahlzeiten. Kann sich das Kind einzelne Zutaten raus picken, ohne, dass diese von anderen Zutaten „kontaminiert“ sind, erhöhen sich wieder die Chancen, dass der Salat – oder zumindest ein Teil davon – gegessen wird. Je nach Kind müssen es die Zutaten in einzelnen Schälchen sein, oder, so wie im Beitragsbild zu sehen, gut getrennt in der Schüssel. Wer also nicht alles mag, kann sich die Komponenten nehmen, die schmecken. Und vielleicht auch mal eine neue probieren.

Den Salat mit zubereiten

Je nach Alter und motorischen Fähigkeiten, kann es auch helfen, wenn der Salat nicht nur selbst zusammen gestellt werden kann, sondern das Kind von Anfang bis Ende beteiligt ist. Das kann das Waschen der Zutaten sein, das Schneiden oder auch das Anrühren des Dressings.

Welches Dressing ist dran?

Apropos Dressing: welches Dressing ist am Salat? Manchmal liegt es gar nicht an den einzelnen Zutaten, sondern am Dressing. Egal ob Vinaigrette, Ceasar’s Dressing oder Joghurtdressing – es kann gut sein, dass das Dressing zu salzig, zu senfig, zu sauer, zu scharf, zu irgendwas ist. Möglichkeiten könnten dann sein, den Salat ohne Dressing anzubieten und sich dieses dann nur selbst auf den Teller zu machen. Oder das Dressing so anpassen, dass das Kind es auch mag 😉

Fazit

Ein Kind muss keinen Salat essen. Es gibt genügend Alternativen um an alle wichtigen Nährstoffe zu kommen. Es schadet aber nicht, Salat immer wieder anzubieten und ihn bei Bedarf ein bisschen „kinderfreundlicher“ zu gestalten.

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